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Ätherische Öle bei Trauer – Schmetterling im warmen Sonnenlicht als Symbol für Abschied und Trost

Ätherische Öle bei Trauer: Wenn ich das bloß früher gewusst hätte…

Lesedauer: 8 min

Wenn ich bloß früher gewusst hätte, was mich beim Trauern wirklich unterstützen kann.

Inhalt

Ätherische Öle bei Trauer können einen Verlust nicht ungeschehen machen – aber sie können die Gefühle, die mit der Trauer kommen, ein Stück leichter tragbar machen. Weil Düfte über den Geruchssinn direkt das limbische System erreichen, wirken sie genau dort, wo Emotionen entstehen. Hier liest du, was Trauer eigentlich ist, welche ätherischen Öle in welcher der fünf Trauerphasen unterstützen und wie du dir daraus eine eigene Roll-on-Mischung mischst.

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Das Wichtigste in Kurzform

  • Trauer ist eine natürliche emotionale Reaktion auf Verlust – nicht nur auf den Tod, sondern auch auf Trennung, Krankheit, Umzug oder Arbeitslosigkeit.
  • Ätherische Öle ersetzen den Trauerprozess nicht. Sie unterstützen die emotionale Entspannung und wirken beruhigend auf das Nervensystem.
  • Häufig eingesetzt werden Lavendel, Weihrauch, Bergamotte, Helichrysum, Zypresse, Neroli, Ylang Ylang, Zedernholz und Zitrusöle.
  • Für jede der fünf Trauerphasen gibt es passende Öle – entscheidend ist immer, dass du den Duft selbst als angenehm empfindest.
  • Ein Roll-on aus Zypresse, Helichrysum, Weihrauch und Bergamotte lässt sich einfach selbst mischen (Rezept weiter unten).

Warum ätherische Öle bei Trauer so wertvoll sind

Trauer.

Ein einziges Wort für so viele Gefühle.

Was ist Trauer? Eine Definition

Trauer wird definiert als „ein starkes seelisches Leiden oder Bedauern über ein Leid oder einen Verlust; starker Kummer; schmerzliches Bedauern“.

Einfach ausgedrückt, ist Trauer eine emotionale Reaktion auf einen Verlust. Oft wird Trauer mit dem Tod in Verbindung gebracht, aber wir können auch andere Verluste wie Arbeitslosigkeit, Krankheit, Umzug, den Zustand der Welt, das Ende einer Freundschaft oder Beziehung betrauern. Trauer geht über Traurigkeit hinaus, sie pflanzt sich in jede Zelle unseres Körpers ein und hinterlässt einen tiefen Eindruck in unserer Seele. Sie wirkt sich auf die körperliche Gesundheit aus und kann uns ein beklemmendes Gefühl bescheren, das wir auch als „flaues Gefühl in der Magengrube“ kennen und nie zu verschwinden scheint.

Auch weniger sichtbare Verluste lösen echte Trauer aus – etwa ein plötzlicher Kontaktabbruch, über den ich in Ghosting und Trauer geschrieben habe.

Ich saß lange genug mit meiner Wut zusammen, bis sie mir sagte, dass ihr richtiger Name Trauer sei.

Warum jeder Mensch anders trauert

Wir alle trauern unterschiedlich.

Manche Menschen weinen. Weinen ist eine natürliche, gesunde Reaktion auf Trauer. Manche Menschen weinen nicht, was auch eine natürliche und gesunde Reaktion auf Trauer ist. Manche reden übermäßig viel. Manche reden nicht. Manche ziehen sich zurück, manche suchen engen Kontakt zu anderen. All das sind natürliche, gesunde Reaktionen auf Trauer.

Was die Forschung über Trauer sagt

Mehrere bekannte Psychologen haben interessante Untersuchungen darüber angestellt, wie wir Trauer verarbeiten. Dr. George Bonnano hat die Trauerreaktion erforscht und festgestellt, dass sie bei jedem Menschen anders verläuft. Seine Forschungen konzentrierten sich auf Belastbarkeit, Genesung, chronische Dysfunktion und verzögerte Trauer.

Dr. Elizabeth Kübler-Ross schrieb in ihrem Buch Interviews mit Sterbenden (Werbelink) über die fünf Phasen der Trauer. Sie untersuchte die emotionalen Reaktionen von Menschen, die unheilbar krank waren, und den Trauerprozess, den sie durchliefen. Ihre Forschungen ergaben, dass es 5 gemeinsame emotionale Erfahrungen gab, die zu den „5 Phasen der Trauer“ führten. Später stellte sie fest, dass diese 5 Phasen missverstanden und falsch interpretiert wurden, da einige davon ausgingen, dass die Phasen einen linearen, universellen Ansatz für die Trauer darstellen. Die Phasen sollten jedoch eine Zusammenfassung der während des Trauerprozesses empfundenen Gefühle sein.

Wenn dich dabei die Frage bewegt, was nach dem Tod kommt, findest du weitere Gedanken in Trauer und die Frage „Wie geht es nach dem Tod weiter?“ sowie in 20 Dinge, die Sterbende bereuen.

Die 5 Phasen der Trauer nach Kübler-Ross

Phase 1: Verleugnung

Verleugnung ist die bewusste oder unbewusste Weigerung, Fakten, Informationen oder die Realität zu akzeptieren. Sie hilft, den überwältigenden Schmerz des Verlustes zu minimieren. Dabei wird nicht nur versucht, den Verlust zu verdrängen oder zu leugnen, sondern auch zu verarbeiten und zu verstehen, was geschehen ist. Manche Menschen können sich über längere Zeit in dieser Phase befinden, vor allem wenn die Trauer mit einem Trauma zusammenhängt.

Phase 2: Wut

Wut kann sich bei verschiedenen Menschen auf unterschiedliche Weise äußern. Jemand kann auf sich selbst oder auf andere wütend sein. Während wir versuchen, das Geschehene zu verarbeiten, dient die Wut als emotionales Ventil.

Phase 3: Verhandeln

Bei der Bewältigung von Verlusten kann das Verhandeln dazu dienen, den Schmerz zu lindern oder zu minimieren. Verhandeln entsteht aus einem Gefühl der Hilflosigkeit und dient dem Versuch, die Situation zu ändern, um wieder die Kontrolle zu erlangen. Im Zusammenhang mit Tod oder Krankheit kann man mit Gott verhandeln, z. B. „Gott, wenn du sie leben lässt, werde ich mein Leben ändern“. In anderen Situationen kann das Verhandeln während des Endes einer Beziehung stattfinden. Zum Beispiel: „Können wir noch Freunde sein?“

Phase 4: Depression

Depressionen können für die Betroffenen unterschiedliche Bedeutungen haben. Wir beginnen, uns mit der Realität der Situation auseinanderzusetzen und den Verlust stärker zu spüren. Manche Menschen neigen dazu, sich in sich selbst zurückzuziehen, wenn die Traurigkeit wächst. Emotionen wie Traurigkeit, Bedauern, Angst und Unsicherheit kommen auf. Depressionen sind zwar eine natürliche Phase der Trauer, können aber auch isolierend wirken. Wenn du damit zu kämpfen hast, ist es wichtig, andere um Hilfe zu bitten oder professionelle Hilfe zu suchen. Wir alle brauchen in den verschiedenen Phasen unseres Lebens Hilfe, und es hat sich gezeigt, dass therapeutische Unterstützung ganz allgemein gesprochen für unsere geistige, emotionale und körperliche Gesundheit unglaublich wirksam ist.

Phase 5: Akzeptanz

Akzeptanz ist eine Phase, in der wir die Realität der Situation akzeptieren und nicht versuchen, sie zu ändern. Traurigkeit und Bedauern können in dieser Phase noch vorhanden sein, aber wir neigen dazu, objektiver zu sein.
Du willst wissen, wie sich das anfühlt? Dann lies mein Buch Leichte Mädchen Weisheiten: Warum es leichter ist, zu sterben, als einen geliebten Menschen beim Sterben zu begleiten. (Werbelink)

Was mir für dich am Herzen liegt

Jeder Mensch trauert anders. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg zu trauern. Es gibt keinen Zeitrahmen oder eine Ziellinie. Es gibt keine festen Muster oder Vorhersehbarkeit. Wir finden Wege, um mit der Trauer zu leben, und indem wir das tun, findet sie ihren eigenen Platz in uns.

In Gabriel Mojays Buch Aromatherapy for Healing the Spirit (Werbelink) stellt er fest:

Trauer hat eine wichtige und positive Rolle zu spielen, als Prozess des Annehmens und Loslassens von Verlust. Sie wird nur dann zu einer disharmonischen Emotion, wenn dieser Prozess gestört ist und der Verlust unbewusst oder nur vage wahrnehmbar ist.

Wie ätherische Öle bei Trauer wirken

Aufgrund ihrer Wirkung auf das limbische System können ätherische Öle dazu beitragen, diese häufigen Emotionen, die aus der Trauer resultieren, leichter loszulassen. Sie können auch dazu beitragen, die Perspektive zu verändern, und es uns ermöglichen, unsere Emotionen auf eine gesunde Weise zu verarbeiten.

Ätherische Öle können den Schmerz nicht betäuben oder den Trauerprozess ersetzen. Aber sie können zur emotionalen Entspannung beitragen und wirken beruhigend auf das Nervensystem. Sie können uns helfen, in schwierigen Momente etwas leichter zu atmen und die komplexen Emotionen zu verarbeiten, die mit der Trauer einhergehen.

Hilfreiche ätherische Öle für jede Phase der Trauer

Es ist immer wichtig, Rücksicht auf andere zu nehmen, die den Trauerprozess durchlaufen.

Diejenigen von uns, die ätherische Öle verwenden, wissen, wie hilfreich sie bei der Verarbeitung von Gefühlen in schwierigen Zeiten sein können. Sei jedoch achtsam, wenn du jemandem, der trauert, ätherische Öle gibst. Je nach Stadium der Trauer werden ätherische Öle (und andere Hilfsmittel) möglicherweise nicht gut aufgenommen. Trauer ist eine unglaublich persönliche Erfahrung, und manchmal sind Hilfe oder „Ratschläge“ ungewollt.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass bei der Verwendung eines neuen ätherischen Öls oder einer ätherischen Ölmischung während der Trauerphase die Gefahr besteht, dass sich in dieser Zeit eine Assoziation mit einem Erinnerungsduft entwickelt. Auch wenn das ätherische Öl bei der Verarbeitung der Emotionen innerhalb der Trauer hilfreich sein kann, ist es möglich, dass der Duft den Trauernden später an diese emotional schwierige Zeit erinnert.

Es gibt zahlreiche ätherische Öle, die während der Trauer unterstützend wirken können. Da jeder Mensch seine eigenen olfaktorischen Vorlieben hat, ist es wichtig, ein ätherisches Öl zu verwenden, dessen Duft du als angenehm empfindest. Es gibt mehrere hilfreiche ätherische Öle, die sich mit vielen der Trauerphasen überschneiden und austauschbar verwendet werden können.

Ätherische Öle in der Verleugnungsphase

Wenn du von einem Verlust überrascht oder schockiert bist, können ätherische Öle wie Transformation, Lavendel, Zedernholz, Blue Tansy, Ylang Ylang und Orange unterstützend wirken.

Ätherische Öle bei Wut

Ätherische Öle, die bei Wut hilfreich sein können, sind Release, Helichrysum, Bergamotte, Kamille und Weihrauch. Wenn du mehr über ätherische Öle und Wut erfahren willst, stöbere gerne auf meinem Insta-Account unter @besserlebenmitbiene

„Das Ziel der Begleitung mit Aromatherapie kann entweder darin bestehen, unangemessene Wut zu besänftigen oder die Anspannung derjenigen zu lindern, deren Wut verständlich ist“.

Die Ölmischung Release ermöglicht es, die Wut zu spüren und aus dem Körper loszulassen. Forgiveness unterstützt dich, wenn sich die als Wut getarnte Trauer gegen andere und dich selbst richtet und deine Seele sich nach Vergebung sehnt.

Ätherische Öle in der Phase des Verhandelns

In der Phase der Verhandlung ist beispielsweise Pfefferminze ein wunderbarer Begleiter.

Ätherische Öle bei Depression und Traurigkeit

Es gibt eine Reihe von ätherischen Ölen, die hilfreich sein können, um die Stimmung zu heben, wenn wir traurig sind. Einige dieser ätherischen Öle sind Orange, Zitrone, Bergamotte, Grapefruit, Wacholder und Weihrauch.

Ätherische Öle in der Akzeptanz-Phase

In der Akzeptanz-Phase gibst du den Widerstand auf. Freude, Dankbarkeit und das Annehmen der Situation werden möglich. Mit den frischen Noten von Ylang Ylang, Sandelholz und beruhigendem Neroli oder der Ölmischung Acceptance kannst du Frieden schließen. 

Roll-on-Mischung bei Trauer: Rezept zum Selbermachen

zur Unterstützung der Trauer:

3 Tropfen Zypresse
2 Tropfen Helichrysum
4 Tropfen Weihrauch
4 Tropfen Bergamotte

Ätherische Öle in einen 10 ml-Roller geben. Den Rest mit einem Trägeröl deiner Wahl auffüllen.

*Das Rezept basiert auf einer 4%igen Verdünnung, die je nach Alter und Zustand entsprechend angepasst werden sollte. Sei vorsichtig bei der topischen (äußerlichen) Anwendung von lichtempfindlichen ätherischen Ölen wie Bergamotte.

Die Öle, mit denen ich arbeite, sind von Young Living. Über meine Empfehlung kannst du dort eine Mitgliedschaft anlegen und die Öle zum Mitgliedspreis beziehen (Werbung / Unabhängige Vertriebspartnerin von Young Living).

Duft und Erinnerung: Warum Gerüche Trauernde trösten

Forschungen haben ergeben, dass Düfte, die mit vergangenen Erinnerungen verbunden sind, für Menschen, die um einen geliebten Menschen trauern, tröstlich sein können. Dies ist einer der Gründe, warum wir uns an die Kleidung eines verstorbenen geliebten Menschen klammern und während wir daran riechen, mit lebhaften Erinnerungen an die Vergangenheit überflutet werden. Es ist wichtig, daran zu denken, dass das Aroma sehr individuell ist, und du musst herausfinden, was unter diesen Umständen für dich selbst angemessen ist.

Häufige Fragen zu ätherischen Ölen bei Trauer

Welche ätherischen Öle helfen bei Trauer?

Häufig eingesetzt werden Lavendel, Weihrauch, Bergamotte, Helichrysum, Zypresse, Zedernholz, Neroli und Ylang Ylang sowie Zitrusöle wie Orange und Grapefruit. Welches Öl passt, hängt von der Trauerphase und vor allem von deiner persönlichen Duftvorliebe ab.

Können ätherische Öle Trauer heilen?

Nein. Ätherische Öle betäuben den Schmerz nicht und ersetzen den Trauerprozess nicht. Sie können aber zur emotionalen Entspannung beitragen, das Nervensystem beruhigen und dabei helfen, komplexe Gefühle leichter zu verarbeiten.

Wie wende ich ätherische Öle bei Trauer an?

Am einfachsten über einen Diffuser oder als Roll-on: 3 Tropfen Zypresse, 2 Tropfen Helichrysum, 4 Tropfen Weihrauch und 4 Tropfen Bergamotte in einen 10-ml-Roller geben und mit einem Trägeröl auffüllen. Bei lichtempfindlichen Ölen wie Bergamotte ist auf der Haut Vorsicht geboten.

Was sind die 5 Phasen der Trauer?

Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression und Akzeptanz. Elisabeth Kübler-Ross beschrieb sie als Zusammenfassung häufiger Gefühle im Trauerprozess – nicht als linearen Ablauf, den jeder Mensch in dieser Reihenfolge durchläuft.

Warum wirken Düfte so stark auf Gefühle?

Gerüche werden im limbischen System verarbeitet, also im Bereich des Gehirns, der für Emotionen und Erinnerungen zuständig ist. Deshalb kann ein Duft Gefühle und Bilder auslösen, bevor der Verstand sie einordnet.

Sollte man Trauernden ätherische Öle schenken?

Nur achtsam und möglichst auf Wunsch. Je nach Trauerphase werden Hilfsangebote nicht immer gut aufgenommen. Außerdem kann sich ein neuer Duft mit dieser schweren Zeit verknüpfen und später daran erinnern.

Wie es weitergeht

Ein Duft kann eine schwere Stunde leichter machen. Den Weg durch die Trauer nimmt er dir nicht ab. Für diesen Weg gibt es „Trauern, aber wie?“.

Zu „Trauern, aber wie?“

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Wichtiger Hinweis: Die hier genannten ätherischen Öle sind Kosmetika und keine Arzneimittel. Sie dienen nicht dazu, Krankheiten vorzubeugen, zu behandeln oder zu heilen. Die Anwendung ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker.

Über Sabine Verges

Sabine Verges ist Mama, Partnerin, Tabus-Brecherin, Silberstreifen-am-Horizont-Finderin, Mit-dem-Herzen-Zuhörerin, Autorin, Cyclebreakerin, Gründerin der sa.ve GmbH und vieles mehr. Sie schreibt über posttraumatisches Wachstum und was es bedeutet, die eigene authentische Stimme zu finden. Mehr über Sabine Verges.

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